Tuesday, 19 June 2012

Neulich im 11Freunde-EM-Quartier

Samstag, 16. Juni 2012
Spiele: 3. Spieltag der Gruppe A, Tschechien -Polen, Griechenland -Russland


Ich war um ca. 16 Uhr im EM-Quartier, weil ich eigentlich den Graffiti-Workshop, der an diesem Tag anstand, mitmachen wollte. Eigentlich, weil der Workshop wegen Regens dann doch ausgefallen war. Um 19 Uhr sollte es jedoch weitergehen mit dem Kulturprogramm.

Nachdem ich ein bisschen Sightseeing in Berlin am Checkpoint Charlie gemacht hatte (Fotos davon gibt's ein anderes Mal), war ich gegen 19 Uhr im Zelt im Quartier, um mir Kabarett von "Die Metropolinnen" und "Der Club der polnischen Versager" anzuschauen und -hören. Man möge es mir verzeihen, dass ich beide nicht soooo lustig fand. Die Metropolinnen klagten darüber, dass sie in Deutschland keinen Mann finden können - eine Problematik, die ich von mir selber kenne und ich mich daher fragte, warum ich mir das als Kabarett antun muss. Die polnischen Versager kamen zur Erkenntnis, dass Fußball ein Ersatz für Religion sei und die Stadien die Kathedralen dafür - keine wirklich neue Erkenntnis, auch wenn sie zugegebenermaßen charmant rübergebracht wurde.
(Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich vorher noch nie live bei Kabarett war. Vielleicht lags ja auch daran, dass ich die Auftritte nicht so tollique fand. Oder vielleicht klingt das alles auf Polnisch irgendwie lustiger als auf Deutsch?)

Nach dem Kabarett wurden die beiden Spiele gezeigt. Ich holte mir noch eine 'kleine' Stärkung in Form von Pommes und einem XXL-Hamburger und setzte mich auf die Tribüne vor dem Riesenbildschirm, mit dem Spiel Tschechien gegen Polen.


In der Halbzeitpause hatte ich dann doch wieder Hunger bekommen, besorgte mir Pommes und ein Bier und verfolgte die zweite Halbzeit im Innenhof des Postbahnhofs, mit dem Spiel Griechenland gegen Russland. Ich vermute jetzt einfach mal, dass ich die einzige im EM-Quartier war, die dem griechischen Team die Daumen drückte.


Alles in allem war es ein netter und angenehmer Abend, mit einem fußballerisch überraschendem Ergebnis. Ich hatte mir für den Besuch des EM-Quartiers extra einen Spieltag ohne deutsche Beteiligung ausgesucht, weil da das Quartier sonst zu voll gewesen wäre, so war es recht gemütlich. Was mich dann doch etwas störte, war die Tatsache, wie viele Leute es NICHT schaffen, eine Halbzeit zu verfolgen, ohne aufs Klo zu gehen oder sich ein Bier/Essen zu holen; für jemanden wie mich, der eigentlich nur das Spiel anschauen möchte, ist das ständige Hin- und Hergelaufe dann doch ziemlich nervig.


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