Tuesday, 16 August 2011

Manga Review: A Story to tell 2

A Story to tell is an independent manga anthology for manga talents, published by Alena Zoike and Evelyne Bösch. The books were released at the Leipzig Book Fair 2010 and 2011 and contain several short manga stories by different authors. I myself know this anthology since I won at the illustration contest of ASTT last year :) .

The book has two covers due to the fact that one part of the stories is written in Japanese reading direction (right to left) and the other part in Western direction (left to right). Although I think that the paperback is a bit too thin, as reader you have to be careful with it.

I won't give a summary of the stories, since you can read here some previews of them und who wrote and draw them. The stories are about romance, comedy, adventure, etc. so there are various genres. Some stories deal with the topics like depression, school bullying or how (difficult) it is to become a professional manga artist.

All stories are well thought-out and entertaining respectively touching when it comes to the more serious ones. But there are actually some problems with the drawings of most of the authors. Whereas Evelyne Bösch, Désirée Kunstmann and Gill Son are on a level which you expect from professional artists at the big publishing houses, the rest unfortunately lacks some practice in anatomy, perspective, facial expressions and paneling - some more, some less, so (and because there is a discussion about this on Animexx) I will my focus my review on these authors and their drawings:

Lydia Miller can actually draw nice sceneries and buildings in the background, but her characters are inconsistent in their anatomy, faces/heads and perspective. The emotions of the characters aren't always clear for the reader.

Jasmin Langer's alias mia_asai's characters are too thin and too long and make a very stiff impression. The faces are flat and in many panels it's difficult to see what the characters feel, though the buildings, rooms etc in the backgrounds are okay.

Daniela Genz's characters are drawn in a quite realistic style, also the buildings and rooms, which are very well done. The characters are okay, but they could look better; sometimes the eyes look like they will jump out of the head, and the faces and bodies need a bit more attention and practice.

Alena Zoike uses just black and white and almost no grey tones in her drawings. There are very few backgrounds, which I think has to do with the fact that the story is set in a snow landscape. Throughout the whole manga, you don't get the impression of a snowy scenery, but more that the pages are very empty. The characters still look a bit stiff and sometimes too thin, the anatomy is a bit inconsistent, especially the mouths. I also miss some action, emotions and vividness in the more dramatic scenes of the story. Here and there, the characters are not placed well in the panel.

Lisa Sprenger has also quite a realistic way of drawing her characters. Her drawings are pretty good, but the proportions of her characters are sometimes too thick, and the eyes and mouths are not always on the anatomically correct place in the face.

I don't want to say that the drawings of these authors are totally bad, it's more the thought that it was a bit too early for them to be published in a book which one wants to sell via internet, book fairs and conventions. The stories are really worth reading them, but the drawings spoil them somehow. So, if you look for good short stories and don't care too much if the drawings are "perfect" or not, you should buy it to support the project.


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A Story to tell ist eine Independent-Mangaanthologie für Nachwuchszeichner, herausgegeben von Alena Zoike und Evelyne Bösch. Die Bücher wurden zur Leipziger Buchmesse 2010 und 2011 veröffentlicht und beinahlten verschiedene Kurzmanga von unterschiedlichen Autoren. Ich selber habe die Anthologie dadurch kennengelernt, weil ich letztes Jahr beim Illustrationswettbewerb von ASTT gewonnen habe :).

Das Buch hat zwei Cover, weil ein Teil der Geschichten in japanischer Leserichtung (rechts nach links) geschrieben sind und der andere in westlicher (links nach rechts). Allerdings ist mir der Einband etwas zu dünn, man muss als Leser sehr vorsichtig damit sein.

Ich werde keine Zusammenfassungen der Geschichten geben, da man hier einige Leseproben anschauen kann und wer die Geschichten geschrieben und gezeichnet hat. Die Geschichten haben verschiedene Genre, etwa Romantik, Humor, Abenteuer, etc. und einge behandeln auch Themen wie Depression, Schulmobbing und wie (schwierig) es ist, ein professioneller Mangazeichner zu werden.

Alle Geschichten sind gut durchdacht und kurzweilig bzw. berührend bei den ernsteren. Dennoch gibt es einige Probleme mit den Zeichnungen bei den meisten Autoren. Während Evelyne Bösch, Désirée Kunstmann und Gill Son auf einem Niveau sind, wie man es von einem professionellen Zeichner bei den großen Verlagen erwartet, fehlt es dem Rest noch etwas an Übung in Sachen Anatomie, Perspektive, Gefühlsausdrücken und Paneling- bei einigen mehr, bei anderen weniger. Daher (und weil es auf Animexx auch eine Diskussion darüber gibt) konzentriert sich mein Review auf diese Autoren und deren Zeichnungen:

Lydia Miller kann schon gut Landschaften und Gebäude zeichnen, aber ihre Figuren wirken noch recht schief und krumm in ihrer Anatomie, Perspektive und Gesichtern/Köpfen. Die Gefühle der Charaktere sind nicht immer klar erkennbar.

Jasmin Langers alias mia_asais Figuren sind zu dünn und zu lang und machen einen sehr steifen Eindruck. Die Gesichter wirken flach und in vielen Szenen kommen die Gefühle der Charaktere nicht gut rüber. Dennoch sind die Gebäude, Räume, etc. im Hintergrund okay.

Daniela Genz's Figuren sind recht realistisch gezeichnet, so auch die Gebäude und Räume, die gut gelungen sind. Die Charaktere sehen schon ganz gut aus, können aber noch verbessert werden; die Augen sehen manchmal so aus, als ob sie aus dem Kopf springen würden, auch die Gesichter und Körper brauchen etwas mehr Übung.

Alena Zoike verwendet nur schwarz und weiß bzw. sehr wenige Grautöne in ihren Zeichnungen. Es gibt sehr wenige Hintergründe, was wohl damit zu tun hat, dass die Geschichte in einer Schneelandschaft spielt. Jedoch bekommt man den ganzen Manga hindurch nicht den Eindruck von einer weißen Schneelandschaft, sondern lediglich, dass die Seiten leer sind. Die Figuren sehen etwas steif aus und manchmal zu dünn, die Anatomie ist manchmal etwas schief, vor allem die Münder. Ich vermisse auch Action, Gefühle und Lebhaftigkeit in den dramatischeren Szenen. Hier und da sind die Figuren auch nicht gut im Panel platziert.

Lisa Sprenger hat ebenfalls einen realistischen Zeichenstil bei ihren Charakteren. Ihre Zeichnungen sind schon recht gut, aber manchmal sind die Gliedmaßen der Figuren zu dick, auch Augen und Münder sind nicht immer am anatomisch korrekten Platz im Gesicht.

Die Zeichnungen sind nicht so furchtbar, wie ich sie eventuell darstelle. Es ist eher so, dass eine Veröffentlichung für diese Autoren noch zu früh war, vor allem in einem Buch für das Geld verlangt wird. Die Geschichten sind es wirklich wert, gelesen zu werden, aber die Zeichnungen trüben das Lesevergnügen irgendwie. Wer gute Kurzgeschichten mag und dabei nicht so sehr darauf achtet, wie "perfekt" die Zeichnungen sind, dem empfehle ich ASTT, auch, um das Projekt zu unterstützen.

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