Monday, 24 January 2011

Mein Lieblingsspieler

"Mein Lieblingsspieler" gehört zu einem kleinem, ich nenne es mal, Projekt von Sidans Fußballblog "El Fútbol".

Jens Jeremies spielte von 1998-2006 beim FC Bayern und war damals einer meiner Lieblingsspieler.

Im Grunde genommen hatte ich nie nur einen Lieblingsspieler. Auch jetzt nicht, wobei dieses "Gefühl", das man für einen Lieblingsspieler hat, mir mittlerweile irgendwie abhanden gekommen oder zumindest nicht mehr so stark ist.

Ich weiß gar nicht mehr, wann genau Jeremies zu meinem Lieblingsspieler wurde. Bei Spielern des FC Bayern dauerte das meist so zwei bis drei Jahre, bis ein neuer Spieler mein Lieblingsspieler werden konnte. Jeremies wurde so nach 2000 einer meiner Lieblingsspieler.

Warum ich ihn so mochte, weiß ich auch nicht mehr so genau...

Vielleicht war es seine Härte im Spiel, die ihm allerdings auch zahlreiche Verletzungen einbrachte und wegen denen er 2006, im Alter von 32 Jahren, seine aktive Karriere beenden musste.

Viellecht waren es aber auch seine Interviews, die ich recht unterhaltsam fand.

Oder auch seine markige Sprüche: Zwei davon hängen auf schicken Postkarten, die man vor einiger Zeit kaufen konnte, bei mir an der Wand.

Ich denke, eine kleine Anekdote aus der Saison 2005/2006 kann eventuell am besten erklären, weshalb ich Jeremies mochte:
Als ich einmal beim Training zuschaute, passierte die folgende Szene während eines Trainingsspiels glücklicherweise direkt vor meinen Augen: Jeremies versuchte seinem Gegenspieler, der den Ball am Boden abschirmte, diesen abzunehmen. Plötzlich konnte man einen Hubschrauber über dem Trainingsgelände hören, Jeremies rief "Guck mal, ein Hubschrauber!" und zeigte sogar, wenn ich mich nicht irre, mit dem Finger nach oben. Sein Gegenspieler blickte tatsächlich nach oben und Jeremies nahm ihm - SCHWUPPS! - den Ball ab. Alle, die dabei standen, und ich natürlich auch, lachten herzlich.

Und wer war Jeremies' Gegenspieler in diesem Zweikampf? Bastian Schweinsteiger...

Obwohl Jeremies' Jahre beim FC Bayern noch gar nicht so lange her sind, kann ich mich nicht mehr an alles über ihn erinnern. Das liegt wahrscheinlich daran, weil sich seit 2006 doch so vieles im Profi-Fußball verändert hat. Ich glaube, Jeremies erinnert mich lediglich noch an eine ferne Zeit, die es so im Profi-Fußball wohl kaum mehr gibt. Und das sage ich ohne eine positive oder negative Bewertung.

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